
Mick und der Protzhirsch
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Finns Angeben hat ein aufgeplustertes Geweih und einen riesigen Pfauenschwanz, und es wird jedes Mal eine Handbreit größer, wenn Finn prahlt: "Ich bin der Beste!"Finn ist acht und der beste Stürmer im Verein. Findet zumindest Finn. Und er sagt es allen: beim Training, beim Abendbrot, in der Schule. "So ein Tor schießt sonst keiner. Nur ich." Doch dann landet ein Engel kopfüber im alten Tornetz im Geräteschuppen. Er heißt Mick, trägt ein Trikot mit der Acht, und seine Schuhe quietschen jedes Mal, wenn er schwindelt. Mick bringt eine Nachricht mit: Finns Angeben hat ein Tier werden lassen.Den Protzhirsch. Eitel, prächtig, total von sich selbst überzeugt: Er wirft seinem Spiegelbild in der Pfütze Küsschen zu und zählt laut, wie oft er sich schon gelobt hat. Gefährlich ist er nicht, aber im Weg. Jedes Mal, wenn Finn angibt, bläht er sich auf: Pffff. Bald ist er so groß wie ein Pony, dann wie ein ganzes Pferd, bleibt in Türen stecken und taumelt am Spielfeldrand. Und immer, wenn Finn prahlt, geht ein Freund weg, bis Finn ganz allein am Zaun steht.Nur Finn und Mick sehen den Hirsch. Und Mick darf ihn nicht für Finn besiegen: "Engel schießen keine Tore für andere, das wäre geschummelt." Stattdessen zeigt er Finn einen kleinen Trick, vor dem der Protzhirsch zittert. Bis zum großen Hallenturnier, vor vielen Leuten, wenn Finn in der letzten Minute frei vorm Tor steht und sich entscheiden muss: selber schießen und der Held sein? Oder abgeben?In dieser warmherzigen, nie gruseligen Mutmachgeschichte lernt Finn, dass man nicht kleiner wird, wenn man andere lobt, sondern größer im Herzen, und ein nettes Wort über jemand anderen lässt den Protzhirsch sofort schrumpfen. Der echte Held ist der mit dem letzten Pass, nicht der, der am lautesten ruft; gemeinsam spielen macht mehr Spaß und gewinnt sogar das Turnier. Oft steckt hinter dem großen Prahlen nur Angst, und wer das versteht, kann freundlich sein. Der Glaube geht dabei leise mit, ganz ohne erhobenen Zeigefinger: Mick arbeitet für "den König", der früher Zimmermann war und "immer abgibt", und Beten ist für ihn wie ein kurzer Anruf nach Hause.Für Kinder von 6 bis 9 Jahren, zum Vorlesen ab 6 und zum Selberlesen mit 7 bis 8. Eine abgeschlossene Geschichte, Band 3 der Agent-Angels-Reihe, in der sieben Engel Kindern gegen Monster helfen, die sonst niemand sieht, und jedes Monster ein Gefühl ist, das zu groß geworden ist; man muss die anderen Bände nicht kennen. Mit vielen Schwarz-Weiß-Bildern. Für alle, die gern mal angeben, und für die, die einen Angeber kennen: Abgeben ist besser als Angeben. Immer.
Details
| ISBN | 9783694340508 |
| Format | Hardcover |
| Audience | Children |
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